Jetzt kommt mit großen Schritten der Herbst.
Sowohl Wettermäßig wie auch Essenstechnisch ist das meine Zeit.
Früher köchelten stundenlang Suppen und Eintöpfe auf der hintersten Ofenecke. Der Essensgeruch eroberte so Raum für Raum, Zimmer für Zimmer.

Mein Lieblingsessen waren immer Kohlrouladen, Blatt für Blatt liebevoll um ein bisschen Gehacktes gewickelt.
Wie sagt man so schön? Für Kohlrouladen darf man mich wecken 🙂

Die Blätter vom Kohl (Wirsing) lösen und in heißem Wasser kurz blanchieren.
Dann die harte Rippe keilförmig ausschneiden.
Auf einem sauberen Küchenhandtuch in der Mitte die Kohlblätter überlappend legen

Das Gehackte mit Zwiebeln, Knoblauch, Löwensenf, Ajvar, 1 Ei, Salz, Pfeffer, Chili und Paniermehl mischen. Eine Kugel formen und auf die Wirsingblätter legen.

Die vier Ecken des Handtuchs nehmen und vorsichtig wringen. So erhalten wir eine schön geformte Kugel.

Da die Rouladen im Crocky zubereitet werden, müssen sie nicht gewickelt werden. Für den Kochtopf hätte ich Rouladennetze (wie beim Schweinerollbraten)
Der restliche Wirsing wird kleingeschnitten und kommt auf den Boden
Die Rouladen in den Crocky legen und anschließend mit Rinderbouillon halb auffüllen.
Der Crocky hat jetzt 6 Stunden auf low zu arbeiten.

Dann die fertigen Kohlrouladen aus dem Crocky nehmen und die Brühe herzhaft abschmecken und mit Schwarzbrotbröseln andicken

Dazu gibt es bei uns Salzkartoffeln.
Guten Appetit!