Was hab ich denn da gesammelt?

11. September 2010

Jeden Tag, und wirklich jeden Tag entdecke ich neue Pflanzen. Wie blind muß  ich in den  vergangenen Jahre meines Lebens duch die Welt gestapft sein…..

Heute Morgen habe ich folgendes gefunden

Einen Teil der Früchte werde ich wie Oliven einlegen, und aus einem anderen Teil gibt es einen Schnaps gegen Magen-Darm-Leiden.

Da ich ja jetzt weiß, wo der Baum steht,  kann ich dann in der kommenden Zeit auch Gelees, Konfitüren etc. ausprobieren.

Wer weiß, welche Früchte ich gesammelt habe?

kommt man ja nicht auf die einfachsten Dinge der Welt!

Heute morgen in den Beeren …..

Neben den Beeren habe ich auch die ganz jungen Triebspitzen mitgenommen. Ist zwar nicht der ideale Zeitpunkt, aber verkehrt ist es jetzt halt auch nicht :-)

Ein Teil der Beeren und die jungen Blätter trocknen jetzt im Stöckli und geben im Herbst und Winter mit heißem Wasser aufgegossen einen leckeren Tee!


Ein Link zum Thema

Im Rahmen der KräuterpädagogenAusbildung habe ich im letzten Jahr angefangen Kräuter und Früchte in Korn anzusetzen. Es gab HerzLikör, SchlehenLikör, RosenfruchtLikör, Magenbitter …..
Aber enttäuschend, es roch lange einfach nach Schnappes.:-(
Und dabei stand in den Rezepten, dass der Likör nach 3 Monaten genießbar sei ….

Letzte Woche wollte ich die Vorräte vernichten und mir neue Gedanken machen. Welch ein Wunder, der Likör roch nicht nur äußerst angenehm, er schmeckte auch so …. Gut Ding braucht Weile ;-)

So entstand “No1″
Brombeeren, weißer Kandis und Korn

“No2″
“Un-Kräuter”
Schafgarbe, Beinwell, Thymian, Rosmarin ….

“No3″
“Wiese”
Kamille, Spitzwegerich, Ackerkratzdistelblüten ….

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit – hier von ein bisschen, davon ein bisschen – hab ich mir eine Löffelwaage zugelegt und alles genau dokumentiert!

Neuerdings gehe ich ja immer mit Schere, Tüten, Handschuhe etc. bewaffnet in die Natur. Man weiß ja nie, welches besondere Kraut mir über den Weg läuft und auch noch unbedingt in mein Herbarium will.
Heute Morgen lachten mich tiefschwarze Brombeeren und und riefen “Christel pflück uns” :-)
Der Zeitpunkt war auch richtig, denn nach dem 11.Oktober soll man keine Brombeeren mehr pflücken. Eine alte Legende besagt, dass an diesem Tag der Teufel aus dem Himmel vertrieben wurde und in einen Brombeerstrauch fiel, den er daraufhin verfluchte. Nach diesem Tag schmecken die Brombeeren sauer, heißt es!

Das OriginalRezept stammt aus “Was man früher noch wußte” Christian Verlag

450 g Gelierzucker
300 ml Weißweinessig
1 TL Pimentkörner
1 TL Gewürznelken
2 Zimtstangen
1 kg Brombeeren

Bei mir gab es 1/4 Rezept und statt Weißweinessig selbst angesetzter HolunderblütenEssig!

Zucker mit dem Essig in einen Topf geben und bei schwacher Hitze langsam zergehen lassen. Die Gewürze in einem Teebeutel geben und 5 Minuten in den kochenden Essig hängen. Brombeeren hinzufügen und nochmals 10-15 Minuten köcheln lassen. Dann Brombeeren durch ein Sieb abgießen.

Sterilisierte Gläser zu 2/3 mit den Beeren füllen.

Die Flüssigkeit zurück in den Topf geben und stark kochen, bis ein dicker Sirup entsteht. Die Gläser mit dem Sirup auffüllen und luftdicht verschließen.

Sie schmecken hervorragend zu Brot, Frischkäse und Käse …. aber auch wie heute schon getestet auf einem Eierpfannekuchen ….. Lecker!

Schafgarbenbutter

16. Juni 2010

Mal etwas ganz einfaches – kochtechnisch gesehen- , hab ich am Wochenende aber auch zum ersten Mal verspeist :-)

Schafgarbe, kennt jeder, wächst an jeder Ecke , die Delikatesse am Wegesrand!  Aber bitte nur pfücken und essen, wenn ihr euch ganz sicher seid!

Am Wochenende war vom Naturforum der Bislicher Insel in Xanten Sommerfest. Jutta Becker-Ufermann vom Appelbongert  hatte dort einen Stand. Gemäß dem Motto ” Nicht Kräuter bekämpfen, sondern essen” priesen wir  Kräuterwanderungen zum Kennenlernen und natürlich auch Kochen mit Kräutern an.
Am Sonntag verkauften wir kleine Häppchen mit Kräutern  an, der Erlös geht an die Kinderkrebshilfe.

Schafgarbe vom festen Stengel befreien und die Blättchen kleinwiegen.

Butter mit Salz und dem Kraut vermengen.

Und sonst????  Wird jetzt noch nicht verraten :-)
Komplette Angaben gibt es  bald zu Koch-Veranstaltungen in meiner KräuterkramKüche!

Zwischen Mai und August entwickeln sich beim Schnittlauch endständige kugelige bis eiförmige, scheindoldige Blütenstände bestehend aus 30 bis 50 Blüten. Diese habe ich vorsichtig auseinandergerupft und übers Brot gestreut.

Dem ersten spontanen “Das kann man doch nicht essen” folgten sofort “Boah….  ist das lecker!”

Die Schnittchen kann man am kommenden Wochende auf dem Mittsommermarkt in Marienthal probieren!

Und das ist mein Thema :-)

Garten-Koch-Event

wie grün sind deine Spitzen!

Immer wieder registriert in den letzten Jahren …. aber essen???? NIE!

MaiSprossen der Tanne mit SchokoladenÜberzug – eine Delikatesse
geht ein bisschen in Richtung After Eight

2 mal Honig oder richtiger Melasse. Zutaten sind in beiden Gläschen die Selben.
Tannenspitzen mit Wasser und wer mag mit Zitrone und Vanillestange aufkochen, stehenlassen und nach Stunden abseihen. Auf 1 Liter Flüssigkeit ein Kilo Zucker.

Links über 24 Stunden im Crocky reduziert … cremig, intensiver Geschmack, geht in Richtung Rübenkraut

Rechts im Thermomix auf Varoma/Stufe 2/ 30 Minuten  – schmeckt leicht nach Hustenbonbons, erinnert an die Füllung der SchleckMuscheln vom Kiosk

und für die nächste Erkältung ist auch gesorgt :-)
Aufgesetzter mit Korn, mal mit braunem  und mal mit weißem Kandis 

Hätte mir das jemand im letzten Jahr erzählt, hätte ich sehr wahrscheinlich nur den Kopf geschüttelt :-)

Kostproben gibt es wahrscheinlich von mir am 5. 6. Juni im Schloss Moyland

Gemüsestrudel

6. Mai 2010

Inspiriert durch ein Brotrezept in der letzten Landlust wanderte “bitte eine Rolle Hefeteig mitbringen” auf den Einkaufszettel. Klar kann ich das schnell selber, aber Samstag war noch viel mehr zu erledigen und es sollte ja nur eine schnelle Beilage zum gegrillten Fleisch werden.

Eingelegte marinierte Paprika und Tomaten kleinschneiden

Den Teig mit Paprika, Tomaten, Kapern, Zwiebel und bekannten Kräutern belegen.

An den Längsseiten den Teig nach innen schlagen und dann aufrollen


Im vorgeheizten Backofen 200 ° 30 Minuten mit Ober/Unterhitze backen

Dazu gab es dann auch noch einen wilden Salat :-)

Beim Essen erzähle ich dann über den komischen Hefeteig …. einfach nicht aufgegangen :-(

Blindes Vertrauen …. es war kein Hefeteig sondern Strudelteig :-)

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