Selbstverständlich bekamen wir zum Schulanfang auch eine Liste mit Pflichtlektüre. Die drei Bücher der Dozenten Klemme/Holterman kann ich allen Interessierten ans Herz legen. Neben allgemeinen Information zu den Kräutern gibt es auch noch einen umfassenden Rezeptteil.


 

Auf der Liste stand dann aber auch noch die naturnahe Jahreszeitenküche von Oskar Marti – EIN POET AM HERD. 

Frühling in der Küche
Sommer in der Küche
Herbst in der Küche
Winter in der Küche

Dem Datum entsprechend hab ich mich auf die Suche begeben. Gar nicht so einfach, meistens vergriffen. Fündig bin ich im “Naturpädagogischer Buchversand“ geworden.

Den Winter bestellt und nach der Lieferung und erstem Durchblättern sofort die 3 anderen auch noch bestellt J

Da werdet ihr in Zukunft noch einiges an Rezepten zu lesen bekommen!

 Zutaten für 2 Personen (Vorspeise): 

200 g Hagebutten
750 ml Wasser
1 Apfel
1 weiße Semmel
½ Zitrone, Schale fein abgerieben
1 Zimtstange
1 Nelke
100 g Zucker
100 ml kräftiger Rotwein
½ TL Kartoffelstärke
Garnitur
1 EL Butter
Weißbrotwürfel
Ringelblumenblüten

Quelle
Herbst in der Küche – ein Poet am Herd
Oskar Marti

 Zubereitung:

 Die sauber geputzten Hagebutten grob schneiden. Mit Wasser, Äpfeln, Semmel, Zitronenschale, Zimt und Nelke weich kochen (etwa 1 Stunde) Die Zimtstange entfernen und alles durch ein feines Sieb passieren, so dass die Kerne zurückbleiben. Die Flüssigkeit mit dem Zucker aufkochen. Die Kartoffelstärke mit Rotwein anrühren und die Suppe damit abbinden. 

Die Weißbrotwürfeln in der Butter rösten und vor dem Servieren darüber streuen. Mit ausgerupften Ringelblumen-Blüten—Blättern garnieren.

 Zubereitung im TM


Hagebutten in den Mixtopf geben, 10 sek /Turbo
Die kleingeschnittener Apfel und Gewürze ins Gärkörbchen geben incl. Wasser 45 min./100°/Stufe 1
Gärkörbchen entnehmen und dann den Inhalt des Mixtopfes durch ein Sieb geben.
Die Flüssigkeit und den Inhalt des Gärkörbchens mit Zucker und Semmel aufkochen 5 min/90°/Stufe 1 dann vorsichtig 5 sek/Stufe 5 (Semmel zerkleinern) .
Rotwein dazu und wenn nötig mit Kartoffelstärke andicken. Bei mir war die Suppe schön sämig und ich konnte die Kartoffelstärke einsparen. 

Ringelblumenblüten hatte ich nicht aber andere gekaufte Blumenblätter

 Ungewöhnlich, außergewöhnlich … ich fand die Suppe lecker, der Herr im Haus rumpfte die Nase :-( er isst aber auch sonst nichts gerne mit gekochtem Obst 

Für mich wird es die Suppe wieder geben!

Ohne groß zu denken – was machen 2 Nasen mit soviel??? –  kaufte mein Mitesser am Sonntag 12 frische Mettwürstchen. Meine Aufgabe ist es jetzt, diese vor dem „Altwerden“ zu retten.

Und ich liebe dicke Bohnen, selbstgepuhlt und eingefroren. :-)

Zutaten:
4 Mettwürstchen
1 gewürfelte Zwiebel
50 gr. gewürfelten Katenschinken
600 gr. dicke Bohnen
2 El Suppengrundstock
4 El Kochsahne
1 El geriebener EdamerKäse
1 gehäufter Tl mittelscharfer Senf
Salz, körniger Pfeffer,
1 Prise Zucker
feingehacktes Bohnenkraut aus dem Garten

Quelle
Rezept ist beim Kochen entstanden

Zubereitung
Topf mit Bratfett erhitzen, Schinkenwürfel und in Scheiben geschnittenen Mettwurst scharf anbraten. Mit einer guten Prise Zucker kandieren. Die Zwiebeln hinzugeben und anbräunen.

Bohnen in den Topf geben, mit Suppengrundstock und 1/2 Wasser garen. Mit den restlichen Zutaten abschmecken und die Flüssigkeit reduzieren lassen.

Empfehlenswerter Eintopf!

Neuerdings gehe ich mit noch offeneren  Augen  durch die Natur. Nachdem ich gestern wirklich vermehrt Pilze entdeckt habe, habe ich diese einfach mal digital festgehalten. Über die Vielfalt bin ich selber überrascht ….

Leider habe ich keinen Naturführer der mir bei der Bestimmung der Pilze hilft, deswegen sind alle Fotos jetzt noch ohne Beschreibung.

Die oberen Fotos stammen aus dem Wald ( 51°32′14,5″N  6°30′11,8″O),

die unteren 6 (Holzstamm/Pilz) stammen vom Rheindeich Kilometer 805

Kann mir jemand helfen?

Am Wochenende war es wieder soweit, 22 Neugierige trafen sich wieder in Sachen *Un-Kräuter* und ich lasse euch an dem gemeinsamen Mahl teilhaben.

Ein Bericht über`s Gelernte folgt noch J

veg. Schmalz 

Vegetarisches Apfel- Beifuß Schmalz ( Rezept für 10 Personen)

200g Kokosfett
60 Sonnenblumenöl,
½ Zwiebel
½ geriebener Apfel
1 TL gerebbelter Beifuß

Gehackte Zwiebeln in etwas Kokosfett anbräunen. Das restliche Fett zugeben, alles schmelzen und abkühlen lassen. Zum Schluss geriebenen Apfel zufügen.

 brot

Sämereien-Brot

800g Vollkornmehl
200g weißes Mehl
100g Roggenmehl
2 Päckchen Hefe
250g Hagebutten, entkernt und kleingeschnitten
50g geröstete Zwiebeln
Sämereien (Wegerich, Melde, Lichtnelke, Ampfer usw.)
720g Wasser
1-2 TL Salz
1TL Honig

Mehl mit Salz, Hagebutten und Röstzwiebeln vermischen. Hefe mit Honig in Wasser aufschwemmen und zum Mehl geben. Teig kneten und gehen lassen, nochmals kneten, Brot formen, nochmals gehen  lassen.  Brot etwas feucht bestreichen und mit trocken angerösteten Sämereien bestreuen. Bei 180 Grad 40 Minuten backen.

Wacholderbutter

Wacholderbutter

 250 g Butter
1 EL Wacholderbeeren gehackt
Salz

Die Beeren fein hacken, und mit der Butter vermischen. Mit Salz abschmecken

Alle Rezepte stammen von Frau Dr. Brigitte Klemme/Gundermannschule

schwimmen jetzt für mindestens ein halbes Jahr in Weißweinessig.

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In der Eifel wurden Schlehdorn, Weißdorn und Hagebutten geerntet, Zierquitten kleingeschnitten und aus dem heimischen Garten mit Pimpernelle, Zitronenthymian, Rosmarin, Ananassalbei (die roten Blüten) 10 schwarze Pfefferkörner, und 1 Chilischote ergänzt und in die Flasche gegeben. Diese sollte mindestens zur Hälfte mit Kräutern und Früchten gefüllt sein.

 

Mit Weißweinessig übergießen und hell stehen lassen. Ab und an mal schütteln.

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Quelle:
Gundermannschule Bad Münstereifel
9.Zertifikatslehrgang
von Dozentin Frau Dr. Brigitte Klemme

 

… und der riecht jetzt schon sooooo lecker J